Offizieller Rennbericht MX Team91

Ein umfangreiches Programm stand für das MX Team 91 am Pfingstwochenende auf dem Programm. Zuerst fuhr es nach Höchstädt im Fichtelgebirge, wo auf der 1,8 km Granitsandstrecke der 3. Saisonlauf im ADAC Youngster Cup durchgeführt wurde. Mit einer guten Leistung in der deutlich schnelleren Qualifikationsgrup- pe sicherte sich Jeremy am Samstag den dritten Startplatz am Gatter.
Es folgte der erste Lauf am Sonntag und hier erwischte Jeremy einen Traumstart und kam unbehelligt durch die ersten Kurven. Sofort übernahm er die Führung im Feld. Die stark gewässerte Piste war stellenweise „arschglatt“ und Jeremy kam am Besten mit diesen Verhältnissen klar. Er distanzierte seine Gegner bis zum Rennende um über 18 Sekunden und feierte seinen ersten Laufsieg in der Serie.
Motiviert durch das gute Ergebnis aus dem ersten Durchgang wollte Jeremy im zweiten Lauf unbedingt nochmals eine gute Leistung zeigen. Er kam aber nicht mehr ganz so optimal aus dem Startgatter (Position 4) und blieb in der zweiten Kurve etwas zu lange am Gas. Das führte dazu, dass er von einem Gegner einen leichten Touch gegen das Vorderrad erhielt und hart auf dem Boden der Tatsachen aufschlug. Von hinterster Stelle musste er sich also durchs Feld kämpfen und kam nach der ersten Runde an 27. Position durch die Zeitmessung gefahren. Bis zum Rennende schaffte er es noch, auf den neunten Rang vorzufahren. Da an diesem Wochenende alle Favoriten mit Zwischenfällen zu kämpfen hatten, war Jeremy am Abend trotzdem noch der erfolgreichste Fahrer aus beiden Läufen und konnte sich als Tagessieger feiern lassen. Mit der erkämpften Punktezahl setzte er sich zudem an die Spitze des Zwischenklassements im ADAC Youngster Cup.
Nun führte die Reise zurück in die Schweiz nach Muri zum populären Pfingstmontag-Rennen, wo das Team nach Mitternacht eintraf. Mit der schnellsten Runde aus dem Zeittraining sicherte sich Jeremy die Poleposition für die zwei Wertungsläufe der Inter MX2-Klasse. Im ersten Heat fehlten Jeremy 0,8 Sekunden für den absoluten Triumph. Er musste sich vom WM-Fahrer Valentin Guillod geschlagen geben. Hinter dem Spitzenduo klaffte eine Lücke von über 23 Sekunden auf den nächsten Fahrer. Julien Bill hatte in dieser Runde Pech. Ein Stein verklemmte sich und führte dazu, dass seine Kette riss. Ohne Vorschub konnte er dem Rennlauf nur als Zuschauer beiwohnen. Im zweiten Lauf startete Jeremy nicht mehr ganz so gut ins Renngeschehen und musste sich von 17. Position auf der engen Piste vorkämpfen. Zwei Runden vor Schluss lag er an dritter Position. Vor ihm fuhren der Lokalmatador Patrick Walther und Julien Bill. Julien Bill hatte dieses Wochenende wohl den schwarzen Peter gezogen, denn eineinhalb Runden vor Schluss brach ihm der Fussraster ab. Nun konnte er also keine Sprünge mehr nehmen und war auch sonst stark behindert. Er rettete aber seinen Vorsprung ins Ziel und Jeremy konnte mit dem dritten Rang seinen zweiten Tagessieg an einem Rennwochenende feiern. Ausserdem setzte er sich mit diesem Erfolg zugleich auch an die Spitze im Zwischenklassement der Swiss Championship Inter MX2-Klasse.

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Das darf man sich auf der Zunge zergehen lassen:
Zwei Tage! Zwei Länder! Zwei Tages- siege und zwei Mal Tabellenführung übernommen!
René, ein erfolgreiches Wochenende liegt hinter euch. Zufrieden? „Zuerst sind wir mal ganz sicher sehr zufrieden mit dem Wochenende. Jeremy präsentierte sich in super Form. Ganz wichtig war uns auch der direkte Vergleich mit dem Schweizer WM-Fahrer Valentin Guillod, der sicher nicht schlecht ausgefallen ist. Valentin war nicht in Top-Form, aber auch Jeremy hat im Voraus schon einiges geleistet. Auf der engen Piste in Muri hat Jeremy tolle Überholmanö- ver gezeigt. Im zweiten Lauf in Höchstädt war Jeremy in der zweiten Kurve zu wenig geduldig und wollte zu viel. Er hätte ja noch so viel Zeit gehabt und der Speed hätte gereicht um nach vorne zu fahren. Auch in diesem Durchgang verzeichnete er die schnellste Rennrunde. Leider hat er hier Punkte verschenkt.“
Und Jeremy meint zu Muri: „Im ersten Lauf hätte ich Valentin Guillod schlagen können. Ich hatte das Gefühl, ich sei einen Tick schneller. Ich fand aber kein Rezept um auf der schmalen Piste an ihm vorbei zu kommen.“
Kommentar von Denis Birrer: „Muri ist eine eher einfache Strecke zum Fahren. Daher auch sehr schwer, um mit schlechten Starts noch gute Resultate nach Hause zu fahren. So gesehen sind die Ränge 2 und 3 zwei Su- per Resultate. Das Tempo stimmt und Jeremy ist locker drauf. Er wird uns noch mehr überraschen in diesem Jahr. In Höchstädt war er schlicht und einfach der schnellste MX2-Fahrer im Feld.“

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