MX Team 91: Rennbericht EMX 2 in St. Jean d`Angely (F)

Jeremy Seewer holt sich ein Podiumsplatz nach dem anderen! Der offizielle Rennbericht von letztem Wochenende in St. Jean d’Angely (Frankreich) könnt Ihr hier lesen:

Ja, was der junge Jeremy Seewer da in den letzten Rennen für Leistungen ablieferte ist beachtlich! Nach seinen Erfolgen in der Deutschen ADAC und der Swiss Championship bewies er auch in der EMX2 in Frankreich jeweils mit dem dritten Rang in den Wertungsläufen eindrucksvoll seine bestechende Form und erkämpfte sich den zweiten Podiumsplatz.
Dabei hatte das Wochenende mit einer ärgerlichen Panne seinen Anfang genommen. Da die ersten Läufe bereits am Samstag stattfanden, beschloss man, Jeremy die mühsame Fahrerei zu ersparen. Er flog mit Teamchef Denis Birrer nach Frankreich. Seine Eltern fuhren am Donnerstagabend mit dem Wohnmobil los, als dieses mitten in Frankreich den Geist aufgab. Schnell wurde aus der Schweiz ein Ersatzbus herbeigefahren und alles umgeladen. Endlich am Freitagnachmittag trafen René und Anita in St. Jean d’Angely ein, wo Jeremy und Denis gegen Abend dazustiessen. Notgedrungen zog das Team für zwei Nächte ins Hotel. Auf dem Rennplatz stand der Bus zum Umziehen und als Rückzugsmöglichkeit für Jeremy nicht weit vom Suzuki Werkszelt entfernt. Gerade mit diesen eingeschränkten Möglichkeiten war die professionelle Betreuung durch den Mechaniker und das Catering im Zelt Gold wert.3
Am Samstag verblüffte Jeremy die Zuschauer mit einem Traumstart zum Qualyrace. Er zog davon, legte die schnellste Rundenzeit hin (1.46.145) und konnte einen kleinen Abstand herausfahren. Leider verzeichnete er in der zweitletzten Runde einen kleinen Fahrfehler und sein Vorderrad rutschte weg. Einige Fahrer zogen nun an ihm vorbei und Jeremy sicherte sich noch den 6. Platz in seiner Gruppe. Die Poleposition holte sich der 20-jährige Brite Mel Pocock, der in der WM Ersatzfahrer für den Schweizer Arnaud Tones war. René meint: „Es waren einige Leute schwer beeindruckt über Jeremys Fahrt im Qualyrace. Mit dem Startplatz hat er nichts vergeben, aber der Sturz ist ein kleiner
Schönheitsfehler.“
Die Piste im Westen von Frankreich war ja bereits Schauplatz des Motocross of Nations. Der Track ist anspruchsvoll und war am Samstag recht ausgefahren. Jeremy erwischte im ersten Wertungslauf einen guten Start und kam an vierter Position aus der ersten Runde zurück. Vor ihm lag der Italiener Bernardini, der sich gegen Mitte des Rennlaufes von Seewer und Stefan Kjer Olsen geschlagen geben musste. Den dritten Platz liess sich Jeremy nicht mehr nehmen und sah hinter Desprey Maxime und Mel Pocock die Zielflagge.
Die Piste war am Sonntag super präpariert und die Verhältnisse einfach ideal. Die Zuschauer sahen einen spannenden Lauf mit packendem Spitzenkampf auf dem schnellen Track. Im zweiten Lauf kam Jeremy nicht optimal vom Startbalken weg, er erkämpfte sich aber die schnellen Linien in Kurve 1 und 2 und setzte sich konsequent an die vierte Stelle nach Runde 1. Angeführt wurde das Feld von Desprey Maxime, gefolgt vom deutschen Denis Ullrich. Beide konnten aber dem Pace vom Briten Pocock nicht standhalten. In der Zwischenzeit war auch Jeremy auf die Spitze aufgefahren und die Plätze wurden neu verteilt. Denis Ulrich setzte sich an zweite Postition, streng bewacht von Seewer, der aber nicht mehr vorbei kam. Desprey Maxime fiel weiter zurück und schloss das Rennen auf dem 12. Rang ab. Stefan Kjer Olsen konnte sich wiederum als vierter Fahrer einreihen.1
Ein super Motocrossfest, das aufhörte wie es anfing, mit einer Panne! Nun traf es die Flugreisenden, die aufgrund eines technischen Defekts am Flughafen in Frankreich hängen blieben und erst am Montag gegen Mittag zu Hause eintrafen. Nächstes Wochenende ist rennfrei und Jeremy konzentriert sich auf die ersten Zwischenprüfungen für seine Polymechaniker-Lehre. Er möchte sich gut vorbereitet wissen, denn halbe Sachen liegen dem Sportler auch in beruflicher Hinsicht nicht.

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