Offizieller Rennbericht Jeremy Seewer

Jeremy Seewer auch im Sand aufs Podium
ADAC Youngster Cup Tensfeld

Mit einer beeindruckenden Performance im Zeittraining demonstrierte Jeremy Seewer, dass mit ihm auch im Sandrennen von Tensfeld zu rechnen ist. Er sicherte sich die vierte Pole-Position in Serie und somit die erste Wahl des Startplatzes.

Der Rennsonntag startete mit guten Wetterbedingungen und Jeremy zeigte im ersten Lauf eine schnelle Reaktion am Startgatter. Als zweiter Fahrer kam er durch den ersten Bogen gefahren und verteidigte diesen Platz auch, als sich die Sandspezialisten Brian Bogers (NL) an der Spitze fahrend und der Belgier Brend van Doninck einen Kampf um die Führung lieferten. Brian Bogers hatte das Nachsehen und fiel auf den dritten Platz zurück. Jeremy fand auf dem schwierigen Kurs einen guten, kräftesparenden Rhythmus und blieb auf Schlagdistanz mit Brent van Doninck. Vier Runden vor Schluss packte er seine Chance und holte sich die Führung und den Laufsieg.

Im zweiten Heat wies die Piste deutlich mehr Löcher und Gräben auf. In jeder neuen Runde trafen die Piloten neue Pistenverhältnisse an und Jeremy fand am Anfang kein Rezept für seine Fahrt. Im Sand gibt es nur zwei Fahrgeschwindigkeiten: langsam durch die Löcher oder schnell darüber weg. Je schlechter die Linienwahl desto grösster der Kraftverschleiss. Obwohl Jeremy auch im zweiten Lauf einen guten Start ablieferte, konnte er die zweite Position nicht halten und musste sich von den routinierten Sandfahrern Brent van Doninck, Brian Bogers und Luca Nijenhuls geschlagen geben. Diese hatten auf der schwierigen Piste mit immer tieferen Löchern den besseren Rhythmus gefunden. Aber auch mit einem vierten Rang im zweiten Race konnte Jeremy sehr zufrieden sein. Am Abend liess er sich als Tageszweiter feiern. Seine Performance im Sand hatte ihm viel Respekt eingebracht. Noffz und Reuthers, die direkten Gegner in der Meisterschaft, schlossen auf den Rängen 6 und 8 ab. Somit konnte Jeremy seine Führung weiter ausbauen und liegt nun mit 40 Punkten Vorsprung an der Spitze der ADAC Youngster Cup Meisterschaft. Er wird auch im nächsten Rennen die rote Nummerntafel des Spitzenreiters tragen. Wenn es so weiter geht könnte es dieses Jahr noch einige Überraschungen geben.

Während sich die meisten Teams auf die Heimfahrt machten, hiess es für das Suzuki MX Team 91 die Rennmaschine für Riga umzubauen. Das Bike aus den beiden Rennläufen wurde total auseinander genommen und eine neue Maschine für die beiden Rennen in Riga und Russland aufgebaut. Bis um 20.00 Uhr wurde geschraubt, damit das Suzuki Werksteam das Material von Jeremy für den Transport übernehmen konnte. Danach stand die Heimreise nach Bülach an, wo das Team am Morgen eintraf. Am Freitag geht die Reise per Flieger weiter zum EMX Lauf nach Riga.

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