Offizieller Rennbericht: Jeremy Seewer

Frühzeitiger Titelgewinn für Jeremy in Emmen
25. – 26. August 2012

ADAC Youngster Cup 2012

Talente aus halb Europa kämpften am vorletzten ADAC Rennen der Youngster Cup Klasse im holländischen Emmen um Punkte und Ränge. Jeremy Seewer war mit einem komfortablen Vorsprung angereist und sah die Möglichkeit, bereits hier den Sack zu zumachen und den Meistertitel mit nach Hause zu nehmen. Doch die Aufgabe wurde ihm nicht leicht gemacht. Der immer wieder aufkommende Regen setzte die Sandpiste unter Wasser und die Piloten hatten mit widrigsten Bedingungen zu kämpfen. So erstaunte es auch nicht, dass sich die Sandspezialisten aus Holland in beiden Rennläufen durchsetzen konnten. Mit einem 10. und einem 5. Rang zog Jeremy im Gesamtklassement aber davon und krönte sich vorzeitig zum Youngster Cup Champion 2012. In sechs von sieben Rennen holte er sich dabei die Pole, fuhr einen Doppelsieg ein und ist zudem der erste Eidgenosse, der in der Deutschen ADAC Rennserie einen Sieg und Titel abstauben konnte.
Jeremy: „Dass es nicht gleich im ersten Lauf geklappt hat war schade, aber bei solchen Bedingungen kann immer etwas schief gehen. Ich hatte einen Sturz, habe weiter gekämpft und trotzdem noch Punkte gesammelt. Im zweiten Rennen lief dann alles glatt. Ich bin ja nicht gerade als Sandspezialist bekannt, deshalb war dieses Rennen schon etwas ganz besonderes für mich. Ausgerechnet bei so schwierigen Bedingungen den Titel zu gewinnen ist natürlich besonders schön. Der Titel im Youngster Cup ist ein großer Erfolg für mich. Die Serie ist stark besetzt und geniesst in ganz Europa einen hohen Stellenwert. Ein großer Dank an mein Team und alle die mich unterstützen!“
René: „Bereits nach dem ersten Lauf haben alle angefangen zu rechnen. Ich habe mich auf andere Dinge konzentriert und war dann zum Ende des zweiten Laufs gar nicht auf den Titelgewinn vorbereitet. Es brauchte etwas Zeit bis ich es realisiert habe. Die Freude war riesengross. Zuerst lief ja nicht alles glatt. In England hatte er sich den Fuss verknackst und dieser ist immer noch geschwollen. Bei ungünstiger Drehung und Belastung trifft ihn der Schmerz wie ein Blitz. Am Montag wurde er noch geröntgt, alles ok. Zum Glück hat ihn die Blessur nicht zu stark eingeschränkt. Unser Ziel war es, in dieser Serie aufs Podium zu fahren. Jeremy hat sich dieses Jahr nochmals enorm gesteigert und es war schön, auch seine grosse Freude zu sehen. Ein Teil des Drucks fällt nun weg und er kann sich nochmals voll auf die letzten EM-Läufe konzentrieren und hier das Optimum rausholen. In der EM250 hatten wir eine Position zwischen dem 5. und 10 Rang angepeilt. Mit den Resultaten sind aber auch die Erwartungen gestiegen.“
Bereits am Dienstag geht die Reise weiter nach Lommel, wo nochmals ein hartes Sandtraining stattfindet. In der Werkstatt des Energy Rockstar Suzuki Teams wird die 250ccm Suzuki von Jeremy auf die nächsten Rennen vorbereitet. Jetzt heisst es nochmals durchstarten und weitere Ziele jagen.
René: „Dank der Unterstützung des Werkteams kann ich zuhause bleiben und Jeremy ist doch bestens betreut. Ohne diese Hilfe wäre alles viel schwieriger, wenn nicht unmöglich.“

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