Red Bull X-Fighters Osaka, Japan

Zum ersten Mal fand ein Red Bull X-Fighters Event im Land der aufgehenden Sonne statt.

Zur Locations diente das berühmte Osaka Castle in der gleichnamigen Stadt Osaka.

Der Mann, dem man wohl diesen Event am meisten zu verdanken hat, ist leider anfang dieses Jahres von uns gegangen, Eigo Sato. Eigo bemühte sich seit vielen Jahren um die X-Fighters nach Japan zu holen. Man hat sehr gut bemerkt welchen Stellenwert Sato in Japan genossen hat, er war ein richtiger Star.

Wie immer wenn bei den X-Fighters irgendwo eine Schweizer Fahne zusehen ist, muss sie zu Mat Rebeaud gehören. Mat ging mit angemessen Erwartungen nach Osaka, hat er doch bei den X-Games in Brasilien und Barcelona eine Bronze respektive Silber Medaille gewonnen.

Am Dienstag Morgen kamen Mat und sein Vater Antoine in Osaka an. Wie immer muss dann das Bike bereit gemacht werden und die eigenen, speziellen Teilen angebracht werden.

Am Mittwoch war eine Autogrammstunde im Swatch Shop mit Mat und Levi Sherwood. Um bei dieser Teilnehmen zu können, mussten die Japaner bei einer Auslosung Tickets gewinnen…Ja FMX hat einen gewissen Stellenwert in Japan. Auch waren in der Stadt XXL Poster von Mat Aufgemacht, was schon recht cool war.

Am Donnerstag waren die Trainings angesagt. Diese sind recht unspektakulär, weil jeder Fahrer sich an die Jumps herantastet und eigentlich nie richtig Tricks ausführt, sondern nur ansatzweise um zu schauen ob es klappen würde.

Am Freitag morgen waren noch einmal Trainings angesagt. Mat war gleich der erste der zum fahren kam und hatte sogleich riesiges glück. Denn als er auf die Rampe fuhr hat sich die Verankerung gelöst. Das Gitter, das auf der Rampe ist, hat sich dann in das Hinterrad verfangen. Mit viel Glück ist er nicht gestürzt, doch der Schock war in seinem Gesicht zu sehen. Somit wurde mal das ganze Programm bis um 16.00 gestrichen um alle Rampen zu kontrollieren respektive zu reparieren. Am Abend bei der Qualifikation hatte jeder Fahrer zwei Runs, wobei jeweils der bessere zählt. Mat wusste, dass es hart werden würde um sich direkt für den ¼ Final zu Qualifizieren, denn er müsste einen Top 7 Platz herausfahren. Sein zweiter Run war sehr sauber ausgeführt und er zeigte auch wieder den Flair. Leider wurde er nur achter und musste somit am Abend in den Hoffnungslauf gehen. Gewonnen wurde die Qualifikation von Tom Pagès vor dem Japaner Taka Higashino.

Die Veranstaltung ist schon seit zwei Monaten ausverkauft und die Fans waren fantastisch, das Wetter passte auch und die Location war wunderbar, somit konnten wir uns auf einen spannenden FMX Abend freuen. Die Eröffnungsshow war etwas vom Besten was ich bisher gesehen habe. Die Fahrer wurden von Samurais und Trommeln in die Arena geführt. Am Schluss kam noch Gänsehaut feeling auf, als sie zu Ehren des verstorbenen Eigo Sato sein Motorrad aufheulen liessen.

Leider reichte es Mat im Hoffnungslauf nicht für den notwendigen ersten Platz, der noch zum ¼ Final führt. Sein Run war sauber, doch beim Hoffnungsrun sind keine Backflips erlaubt, was gerade seine stärken ist.

Im ¼ Final kam es zur grossen Überraschung als Danny Torres sowie Levi Sherwood ausgeschieden sind. Den Japanischen Fans war dies jedoch egal denn Ihr Local Hero Taka Higashino war sehr stark unterwegs und zeigte richtig grosse Tricks, was ihn auch bis in den Final brachte. Dort musste er sich Tom Pagès stellen. Es war allen klar das wenn Pagès sein Programm sauber durchzieht, es Higashino kaum gelingen wird ihn zu schlagen. Pagès nutzte die ganze Strecke inklusive quarter Pipe für seinen Flair, dazu zeigte er noch Tricks wie der special Flip oder Volt der von keinen anderen Fahrer zu sehen ist.

Die Jury jedoch entschied sich für Higashino als Sieger, was erstaunte Gesichter im Fahrerlager hervorrufte. Das Publikum war jedoch voll aus dem Häuschen. Da hatte die Jury doch was arg grosse Schlitzaugen… Nichts gegen Higashino der super gefahren ist und saubere Tricks gezeigt hat, doch über den gesamten Run gesehen war Pagès Run doch ein bisschen besser.

Bei der After Party waren dann doch alle wieder zufrieden und es wurde zu einem gelassenen Abschluss eines tollen Events.

 

Diego Clément,     9. Juni 2013  Zollikofen

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