Offizieller Rennbericht: Jeremy Seewer in Maggiora

15. – 16. Juni 2013 GP Maggiora

Durchzogene Bilanz für Seewer in Maggiora

Vor einer imposanten Zuschauerkulisse und bei hochsommerlichen Temperaturen fanden in Maggiora spannende Weltmeisterschaftsläufe statt. Die Hänge rund um die Piste waren mit rund 38‘000 Zuschauern vollgepackt, die für super Stimmung sorgten.

Waren es die Nerven, war es der Track oder war es ganz einfach kein Seewer Wochenende. So ganz genau kann man das nicht ergründen. Auf alle Fälle zeigte sich bereits im Training, dass es mit der Strecke in Maggiora und Jeremy dieses Wochenende nicht die ganz grosse Liebe wird. Als 21. Fahrer fuhr Jeremy an  den Startbalken für das Qualifying Race und erwischte einen Super Start, wurde dann aber bereits in der ersten Runde von einem Gegner umgefahren und fand dann nicht mehr richtig ins Rennen zurück. Jeremy passierte als 21. die Ziellinie. Der Start zum ersten Lauf verlief nicht optimal und ausserdem kam noch ein Sturz in der ersten Runde dazu. Als Jeremy endlich den richtigen Rhythmus für den Track fand, warf ihn ein technischer Defekt aus dem Rennen. René: „Wir haben gesehen, dass Jeremy in der Luft bei einem Sprung nach hinten schaut. Kurz darauf steuerte er die Box an. Durch einen Steinschlag wurde der Bremsschlauch beschädigt und die Bremsflüssigkeit lief aus. Auf dieser schwierigen Strecke mit all den steilen Abfahrten war an ein Weiterfahren nicht mehr zu denken. Es wäre viel zu riskant gewesen.“

Am Start zum zweiten Lauf schien der Fluch gebannt und Jeremy kam als ca. 13 Fahrer durch die erste Startkurve gefahren. Leider ging sein Vordermann in der zweiten Kurve zu Boden und Jeremy hatte keine Ausweichmöglichkeit mehr und kam ebenfalls zu Fall. Kreuz und Quer fielen nun die nachfolgenden Fahrer über den Haufen und stapelten sich. Bis sich alle wieder sortiert hatten, stand Jeremy praktisch am Ende des Feldes da. Nun war sein Kampfgeist geweckt und Jeremy zeigte endlich was in ihm steckt. Er fuhr schnelle Rundenzeiten, die Mitte des zweiten Laufes an die Top Ten Fahrer heran kamen. Sehr zur Freude der angereisten Fangemeinde arbeitete er sich nun von der 31. Position kontinuierlich durch das Feld nach vorne und holte sich zum versöhnlichen Ende mit dem 19. Rang im zweiten Lauf noch zwei WM-Punkte.

Abschliessend darf man sicher sagen; es wäre mehr drin gewesen. Jeremy hat den nötigen Speed und das Talent, das hat er im zweiten Lauf deutlich durchblicken lassen. Wenn er diese Leistung von Anfang an auf die Strecke bringt, dann sollten Punkteränge immer im Bereich des Möglichen sein.

Jeremy, wie bist Du mit Deiner Performance zufrieden? „Natürlich kann ich mit dieser Ausbeute nicht zufrieden sein. Mein Ziel war es unter die ersten 15 Fahrer zu kommen. Im Zeittraining hat mir eine Sekunde pro Runde gefehlt und ich weiss nicht recht, wo ich diese liegen gelassen habe. Das Qualirace hat gut angefangen, aber nach dem Sturz ist der Faden gerissen. Das nötige Rennglück war dieses Wochenende klar nicht auf meiner Seite. Ich hatte aber nicht das Gefühl, dass ich speziell nervös war. Ich schaue jetzt nach vorne und bereite mich auf das nächste Rennen vor!“

Denis Birrer, Team Chef vom Suzuki mXteam91, relativiert: „Jeremy ist in einem Klassefeld gefahren und bei so jungen Piloten gehören ups and downs noch dazu. Jeremy muss seine Position in diesem Feld zuerst noch finden, aber er ist auf dem besten Weg dazu. Es war ein sehr wertvolles Rennen.“

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