Offizieller Rennbericht: Jeremy Seewer auf dem Lausitzring

Solide Leistung trotz mörderischer Hitze

Auf dem Lausitzring in Brandenburg fand zum ersten Mal ein Rennen zur Motocross Weltmeisterschaft statt. Der 1.5 Kilometer lange Kurs wurde im Innenraum der Anlage nur für dieses Rennen gebaut und fand regen Zuspruch bei den Aktiven. Die Suzuki-Stars trotzten der mörderischen Hitze und glänzten mit Punkten.

Jeremy Seewer, der sich 2013 auf die Europameisterschaft EMX250 konzentriert, schnupperte auf dem Eurospeedway erfolgreich in die MX2-Weltmeisterschaft. Trotz der Hitze und deutlich längeren Renn Distanz als bei den EM-Läufen, schaffte der Schweizer in beiden Rennen den Sprung in die Punkteränge.“ Mein Tempo war gut“, freute sich der 19-jährige.“Das hätte wohl für die Top-15 gereicht. Allerdings machte sich diese Woche, meine fast auskurierte Grippe schon früh im Rennen wieder bemerkbar, so dass ich den Speed nicht über die ganze Renndistanz halten konnte.“

Im Quali Race und in beiden Rennen, gelangen Jeremy jedes Mal ansprechende Starts. Die Piste war  Anspruchsvoll und der Boden sehr speziell, eine Art Sand-Lehm Mischung.  Das Layout des Tracks hingegen war super – ein grosses Kompliment an die Pistenbauer.  In den ersten 25 Minuten des ersten Laufs fuhr Jeremy Zeiten, die für die Top 10 – 15 Ränge gepasst hätten. Jeremy lieferte sich einen spannenden Zweikampf mit Mel Pocock, den er dann auch noch überholen konnte. Doch kurze Zeit später, rutsche ihm in einer Kurve das Vorderrad weg und schon musste er wieder vom Rang 22 nach vorne fahren.  Zum Schluss des ersten Laufs, reichte es mit dem 18. Rang noch für WM-Punkte. Im zweiten Lauf, machte sich der Kräfteraubende Akt vom ersten Lauf schon früh im Rennen bemerkbar. Die Renn Distanz bei den MX2 Rennen, ist zehn Minuten länger als bei den EM-Läufen. „Diese zehn Minuten mehr, kamen mir am Sonntag vor als würde es eine Ewigkeit dauern. Die extreme Hitze war am Sonntag definitiv ein Faktor!“ erklärte Jeremy.

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Jeremy Seewer:
„Es ist nicht ganz so gelaufen wie ich es wollte. Die Grippe aus der Vorwoche, war noch nicht ganz auskuriert und machte sich bei dieser Hitze nochmals richtig bemerkbar! Diese zerrte stark an meiner Kondition, so dass ich in beiden Läufen nicht die ganze Renn Zeit voll durch fahren konnte, ich musste es mir einteilen, denn ich wollte unbedingt beide Läufe fertig fahren.  Mein Speed war ok, es hätte für einen Rang in den Top 15 gereicht, aber meine Kräfte liessen nach.“

Am kommenden Wochenende steht für Jeremy das nächste EM-Rennen auf dem Kalender. Dieses Mal geht die Reise nach Tschechien, genauer nach Loket. „ Mein Fokus liegt nach wie vor auf das Podest zu fahren, mein persönliches Ziel jedoch ist, Landsmann Valentin Guillod zu schlagen um den 14 Punkte Abstand zu verkleinern und näher an ihn aufzuschliessen!“  erklärt Jeremy.

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