Rennbericht Team Suzuki in Drehna

Starker Auftakt in Fürstlich Drehna
Die Suzuki-Mannschaft startete gut in die ADAC MX Masters Serie.

Wie schon in den letzten Jahren, fand der Auftakt zur ADAC MX Masters Serie wieder im brandenburgischen Dörfchen Fürstlich Drehna statt. Bei idealen äußeren Bedingungen standen 212 Piloten aus mehr als 25 Nationen in drei Klassen am Start und boten den 12’800 Zuschauern Motorsport vom Feinsten.

Im ersten Rennen der Masters Klasse war Julien Lieber (Team Rockstar Energy Suzuki Europe) drauf und dran eine Top-Platzierung nach Hause zu bringen. Der Belgier hatte sich nach einem eher verhaltenen Start schon auf den dritten Platz nach vorne gekämpft, als er mit einem Elektronikdefekt aufgeben musste. Im zweiten Durchgang wurde Lieber schon in der ersten Kurve in einen Sturz verwickelt und musste im Anschluss das Feld von hinten aufrollen. Mit hohem Tempo und unnachgiebigem Drang nach vorne bewies der 19-Jährige, dass er einer der schnellsten Piloten im Feld war und durfte sich im Ziel verdient über den vierten Rang freuen. Obwohl er, genau wie sein Teamkollege Jeremy Seewer, mit der 250er Suzuki RM-Z250 gegen die leistungsmäßig überlegene 450er Konkurrenz ins Rennen ging.

Seewer erfuhr schon im ersten Lauf ein ähnliches Schicksal wie sein Mannschaftskollege Lieber. Der Schweizer wurde direkt nach dem Start in einen Unfall verwickelt und musste als letzter Fahrer dem Feld hinterher hetzen. Doch Seewer ist kein Typ, der schnell aufsteckt – der 19-Jährige kämpfte sich mit aller Macht nach vorne und konnte das Rennen noch auf dem siebten Rang beenden. Im zweiten Durchgang verlief die Anfangsphase deutlich besser und der Schweizer war von Beginn an vorne dabei. „Ich bin gut gefahren und wollte eigentlich noch weiter vor als auf Platz drei“, versicherte Seewer. „Aber die Aufholjagd im ersten Rennen hatte mich viel Kraft gekostet. Deshalb konnte ich in der Schlussphase nicht mehr mit vollem Elan attackieren.“

Marcus Schiffer (Team Waldmann Suzuki) fuhr in Fürstlich Drehna zwei sehr solide Rennen und legte mit dem fünften Rang eine gute Basis für die Meisterschaft. „Ich bin vor einer Woche beim Rennen zur Deutschen Meisterschaft in Lugau gestürzt und hatte mir dabei die Schulter angeschlagen“, berichtete Schiffer von einer körperlichen Einschränkung. „Deshalb konnte ich in Drehna nicht ganz befreit auffahren. Insgesamt betrachtet, war Platz fünf jedoch ein guter Start in die Masters-Saison.“

Brian Hsu startete für das Rockstar Energy Suzuki Europe Team im ADAC MX Youngster Cup und bestritt gleichzeitig sein erstes Rennen in der laufenden Saison auf der Viertakt Suzuki RM-Z250. „In der Europameisterschaft fahre ich auf einer 125er Zweitakt-Suzuki“, erklärte der Deutsch-Taiwanese. „Das ist schon ein kleiner Unterschied, aber die Umstellung klappt normalerweise problemlos.“ Hsu landete zweimal auf dem elften Platz und zeigte sich nicht unzufrieden mit seinem Auftritt.

Im ADAC Junior Cup hielt Nachwuchs-Talent Gianluca Facchetti die Suzuki-Fahnen hoch. Der Italiener zeigte schon im ersten Durchgang eine starke Leistung und lag auf dem zweiten Platz, als er etwas unglücklich von der Strecke abkam und sich dabei die Streckenbegrenzung in seinem Hinterrad verfing. An ein Weiterfahren war leider nicht mehr zu denken und Facchetti musste den ersten Wertungslauf der Saison ohne Punkte beenden. Im zweiten Durchgang revanchierte sich der Teenager jedoch mit dem Sieg und empfahl sich schon mal eindrucksvoll für die nächsten Rennen.

Eine schlechte Nachricht gab es bereits in der Woche vor dem Rennen in Fürstlich Drehna von Glenn Coldenhoff (Team Rockstar Energy Suzuki Europe). Der derzeitige Dritte der MX2-Weltmeisterschaft verletzte sich bei einem Trainingssturz am Knie und musste sich Ende der Woche einer Operation unterziehen. „Glenn wurde am Freitag in der Orthopädischen Klinik in Markgröningen von Dr. Richter operiert“, erklärte Teammanager Thomas Ramsbacher. „Er wird für mindestens drei Monate ausfallen. Es ist eine Schande, dass wir unseren Toppiloten auf diese Art verlieren, aber so gnadenlos kann der Rennsport leider sein. Ein großer Dank an unseren langjährigen Partner Ortema und speziell an Hartmut Semsch und Dr. Richter, die es ermöglicht haben, dass Glenn so schnell wie möglich eine optimale medizinische Betreuung und Nachversorgung erhalten hat!“

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