Wo steht Jeremy Seewer nach 10 Rennen – Saison 2015 Halbzeitbericht

Es ist gerade mal die zweite Saison von Jeremy Seewer in der MX2 Klasse und er kämpft bereits an der Spitze gegen die besten Motocross Fahrer der Welt. Jeremy ist auf seine Arbeit fokussiert und verfolgt sein Ziel unbeeindruckt von allem was manchmal dazwischen kommt! Er wird von Rennen zu Rennen erfahrener und schneller. Seine aktive Präsenz im Renngeschehen der Weltspitze im Motocross, wurde schon längst bemerkt und das Medieninteresse an ihm wächst stetig. Er wird immer mehr zu einem Faktor in dieser Serie. Bei den Starts mischt er ganz vorne mit und erntet für seine präzise und konstante Arbeit, Holeshots oder gute Ränge um ins Rennen zu steigen. Im Internationalen Renngeschehen sind die Pisten nicht mit den lokalen Tracks vergleichbar. Diese Pisten verlangen immer mehr technisches Können und nicht zuletzt auch Mut von den Piloten. Oft fliegen sie über 30m weit und schauen über 5 Meter aus der Luft auf den Boden um, Runde um Runde innerhalb von Zentimeter Spots zu landen, denn das ist die beste Linie um schnell zu sein! Zuschauer feuern ihre Fahrer zu Höchstleistungen an und machen am Pistenrand mächtig Lärm wenn ihre Idole vorbei racen! An internationalen Rennen ist immer was los. In dieser Atmosphäre kann Jeremy seinen Traum als Profi Motocross Fahrer ausleben.

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Fokus; in der Saison 2015 in die Top 5 der Weltspitze der MX2 Klasse zu fahren, war das erklärte Ziel anfangs Saison, des 20 jährigen aus Bülach. Als Jeremy in Qatar, beim Season Opener, gleich auf den 5. Rang fuhr, wurde seine Vorbereitungsarbeit bestätigt und es konnte richtig losgehen. Jeremy ist in den ersten zehn Rennen, bereits zwei Mal auf das Podest gefahren. Am Wochenende in Teutschenthal verpasste er seinem dritten möglichen Podest Platz, wäre er im ersten Lauf nicht zu Boden gegangen. Jeremy zeigt an der Weltspitze konstante Top Leistungen. Natürlich schleichen sich immer wieder kleine Fehler ein, welche ihn nach einem Rennen etwas nerven. Das aber das gehört eben zum Motocross und geht mit auf den Weg an die Spitze.

Jeremy: Was geht in deinem Kopf ab, wenn sich kleine Fehler einschleichen, die am Schluss das Zünglein an der Waage ausmachen? Letztes Mal eben grad am vergangenen Wochenende in Teutschenthal passiert. Hast Du Dir damit deinen dritten Podestrang genommen?

Vermutlich schon! Natürlich ärgere ich mich darüber. Die Frage warum und weshalb stellt sich immer, doch nach zwanzig Minuten ist das verarbeitet und ich schaue wieder nach vorne. In solchen Situationen weiss ich genau, dass ich es besser machen kann. Ja in Teutschenthal war es ein kleiner Fehler der mich sehr viel gekostet hat. Meine Einstellung dazu ist: vergessen, nach vorne schauen und weiter kämpfen.

Nachdem vergangen Wochenende, weisst Jeremy eine beeindruckende Bilanz zur Mitte der Saison auf. Zwei Podest Ränge, einen fünften Rang, sowie mehrere sechste Ränge, lassen die zwei drei Resultat-Ausrutscher in den Hintergrund fallen. Analysiert man die Resultate, die nicht in das Bild seiner „normalen“ Resultate passen, sieht man sehr schnell, dass eben Pech nicht ganz wegzudenken ist. Denn trotz den ungewohnten Rängen, erkennt man, dass Jeremy immer das Feld von hinten aufrollen konnte und nach vorne fuhr. Je nach verfügbarer Zeit im Rennen, konnte er dank seinem guten Speed immer wieder in die Top Ränge fahren.

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Als Profi kann Jeremy heute deutlich mehr Zeit fürs Training aufbringen als das noch vor einem Jahr möglich war, da musste er die Priorität auf seine Berufslehre setzen. Heute kann sicher der Profi seine Zeit richtig einteilen und so kommen Fitness- und Regenerationsprogram richtig zum Zug. Auch das Fahren auf dem Bike hat sich verändert, heute verbringt er mindestens doppelt so viel Zeit auf seinem Motorrad als früher.

Jeremy: Wie sieht heute eine Trainingswoche als Profi aus, wenn zwischen zwei Rennen nur gerade mal eine Woche Zeit übrig bleibt? Wo fährst Du zum Bike Training, wie oft machst Du Fitness und Krafttraining und wie viel Zeit bleibt jeweils für die Regeneration übrig?

Am Montag ist mein Freier Tag, also mein Sonntag, da ist die Regeneration im Vordergrund. Ich mache leichtes Schwimmtraining und erhole mich vom Rennwochenende. Am Dienstag und Donnerstag mache ich Fitness und Ausdauertraining. Auf dem Motorrad bin ich meistens am Mittwoch. Wenn ich in Belgien bin, dann trainiere ich im Sand und wenn ich zu Hause bin, eher auf härteren Pisten.

Aktuell trennen ihn nur gerade mal 11 Punkte um den fünften Rang zu besetzen. Dieser ist jetzt noch vom amtierenden Weltmeister Jordi Tixier belegt, doch Jeremy klopft hart an seiner Türe. „Jeremy wird sein hochgestecktes und ehrgeiziges Ziel ganz bestimmt erreichen. Alles läuft nach Plan, Jeremy ist in Top Form und auf dem Weg einer der schnellsten Fahrer an der WM zu werden!“ meint sein persönlicher Freund und Manager Denis Birrer von Moto 91.

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Jeremy belegt aktuell den 6. Rang in der Weltmeisterschaft der MX2 Klasse und ist auf Kurs sein Ziel zu den fünf besten MX2 Fahrer der Welt zu gehören. Diese Saison läuft für Jeremy sehr gut und das Potential des jungen Fahrers ist noch nicht ausgeschöpft. Sein Speed ist sensationell und definitiv gut genug für die eine oder andere Überraschung in diesem Jahr. Freuen wir uns auf die zweite Hälfte der Saison 2015, wo Jeremy noch manches Motocross Herz höher schlagen lässt und dabei selber ganz viel Spass haben wird.

Die Rennen sind unter anderem auf diesen Sportkanäle zu sehen: Motors TV live, Europsort2 teilweise live, Eurosport wh. jeweils am Sonntag. Bleiben Sie immer aktuell informiert und fügen sie www.jeremyseewer.ch zu ihren Favoriten hinzu.

Text: Claudio Pica, Bilder: http://suzuki-racing.com

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