Post Season Interview mit Jeremy Seewer

Es sind gut zwei Wochen seit dem offiziellen Saison Ende 2015. Wie lautet Dein Fazit in drei Sätzen?

„Ich bin Grundsätzlich zufrieden, ich habe mein Ziel den 5. Rang erreicht! Trotzdem, es kann immer noch besser sein. Die drei Podest Plätze, waren eine grosse Leistung!“

Nun hast Du das erste volle Profi-Jahr hinter Dich, wie Du sagst, Ziel erreicht! Rückblickend auf das Jahr, was hat Dich besonders gefuxt und worauf bist Du richtig stolz?

„Im Nachhinein ärgere ich mich immer noch wegen meinem „Nuller“ in Thailand. Der Crash mit Tim Gajser hätte auch nicht sein müssen und in Uddevalla ging ich nur ganz knapp an einem Sieg vorbei. Das sind die Dinge die mich am meisten ärgern. Hingegen sind meine Leistungen im Sand spürbar besser geworden und im Sand von Assen konnte ich den zweiten Lauf auf Platz 3 beenden.“

Wie geht’s weiter bis zu Weihnachten, wie sehen Deine Pläne aus?

„Ich hatte nun diese Woche noch frei und konnte wieder ein Mal mein zu Hause geniessen. Nächste Woche geht’s bereits mit den Tests weiter. Motoren-, Chassis- und Fahrwerksspezialisten werden alle anwesend sein. Wir werden einige neue Teile testen um so, das Bike für nächstes Jahr noch kompetitiver zu machen. Anschliessend gibt es 2-3 Wochen Ruhe. Eine Zeit ohne MX im Kopf und intensivem Training. Ab November beginnt das physische Aufbautraining wieder und ab Dezember beginnen wir wieder mit dem Bike Training auf den Tracks.“

Neu im Suzuki Team ist der 10-fache Weltmeister, Stefan Everts, eine grosse Persönlichkeit! Er wird Dir ab jetzt zur Seite stehen und ein Auge auf Dich haben. Welche Rolle wird Everts im Team übernehmen?

„Stefan Everts ist der neue Teamchef und Manager vom Suzuki Team. Ganz genau haben wir das noch nicht im Detail besprochen, aber mit seiner Erfahrung als 10-facher Weltmeister, hat er bestimmt einige gute Ratschläge. Er wird viel Zeit mit uns Fahrern verbringen und uns helfen besser zu werden. Sein Engagement für das Team ist gross, er wird ebenfalls an den Tests teilnehmen und seine Erfahrung mit einfliessen lassen. Wir freuen uns ihn an Board zu haben.“

Was wünscht sich Jeremy Seewer von seiner 2016er Suzuki RM-Z 250?

„Jedes Bike kann jedes Jahr optimiert werden. Während der Meisterschaft hat man Gelegenheit um herauszufinden, was man noch besser machen kann. Nicht alles kann gleich umgesetzt werden, ein paar Sachen kommen erst nach der Saison zum Zug. In meinem Fall wünsche ich mir eine Weiterentwicklung des Fahrwerks, da ist bestimmt noch etwas zu holen. Anderseits, nehmen wir auch gerne noch mehr Motorenleistung an, von dem kann man fast nie genug haben. Am meisten jedoch wünsche ich mir, dass wir mit dem gesamten Bike einen Schritt weiter kommen.“

Mit dem Abschluss der Saison 2015, als 5. schnellster MX2 Pilot der Welt zu sein, wird automatisch das Ziel und die Erwartungen der Fans und Medien für die Saison 2016 vorbestimmt – möglichst viele Podest Plätze sollen es sein! An was konkret arbeitest Du, damit die diesjährigen knapp verpassten Podest Ränge, nächstes Jahr realisiert werden können?

„Das kann ich so nicht spezifisch beantworten, aber das Umfeld, der Kopf und die Fitness werden bestimmt nochmals verbessert! Es geht darum alle diese kleinen Bausteine zu optimieren um stetig weiter nach vorne zu kommen, und daran arbeiten wir.“

Urlaub, ein Fremdwort für Profisportler und doch sind sie sehr wichtig. Wie sehen Deine Urlaubspläne aus?

„Grundsätzlich bin ich froh zu Hause zu sein. Ich Reise sehr viel in der Welt herum und wenn ich mal nicht muss, dann geniesse ich das auch. Übrigens leben wir in einem der schönsten Länder der Welt, wir haben wunderbare Orte. Wie es so manchen auch geht, kennt man das eigene Land am schlechtesten. Ich werde bestimmt der eine oder andere Ausflug in der Schweiz machen.“

Quelle: http://jeremyseewer.ch

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