Was geht in der MXGP?

Die Motocross Weltmeisterschaft ist nach drei von achtzehn Stationen bereits in vollem Gange. Nach den zwei Übersee Rennen in Qatar und Thailand und dem ersten Europa-Stop im Sand von Valkenswaard NL haben sich die Favoriten bis auf kleine Überraschungen bereits etabliert. Titelfavorit Clement Desalle verletzte sich am Unterarm und konnte zu den ersten drei Rennen nur geschwächt antreten. Die magere Ausbeute für ihn sind 23 Meisterschaftspunkte. Überraschend hingegen ist der zweite Zwischenrang für den amtierenden MX2 Weltmeister Tim Gajser. Der junge Slowene konnte den ersten Grand-Prix in Qatar sogar gewinnen. Der französische Titelverteidiger Romain Febvre konnte sich mit konstanten Fahrten bereits wieder an die Tabellenspitze setzen. Der mehrfache Weltmeister Antonio Cairoli liegt in Schlagdistanz auf Rang fünf. Ein kalkulierter Saisonstart nachdem er 2015 verletzungsbedingt frühzeitig aus dem Titelrennen aussteigen musste. Mit dem Freiburger Valentin Guillod fährt erstmals seit längerem ein Schweizer in der MXGP Klasse mit. Der MX2 WM viertplatzierte des letzten Jahres musste altersbedingt in die Hubraumstärkere Kategorie MXGP aufsteigen. Erst spät konnte sich Guillod mit dem belgischen Kemea Yamaha Team vertraglich einigen. Mit dem elften Zwischenrang liegt er nach den ersten Rennen jedoch etwas unter seinen Erwartungen. Die Formkurve zeigt allerdings steil nach oben und es ist nur eine Frage der Zeit bis sich Guillod mit seiner 450er in den Top 10 etablieren wird. Spätestens auf den europäischen Hartbodenpisten wird der junge Fribourgeois sein volles Potenzial ausspielen können.

Auch in der MX2 Klasse hat es bereits einen der Topfavoriten erwischt. Dylan Ferrandis verletzte sich bereits in Thailand so schwer an der Schulter, dass er die Saison abbrechen musste. Der MX2 Weltmeister aus den Jahren 2012 und 2013 Jeffry Herlings möchte nach zwei verletzungsreichen Jahren dieses Jahr unbedingt wieder Weltmeister werden. Mit sechs Siegen aus sechs Läufen ist er auf dem besten Weg dazu. Die Verfolger sind allerdings nicht weit weg. Allen voran der junge Bülacher Jeremy Seewer! Der Suzuki Werkspilot liegt nach drei Rennen, mit einem vierten Platz in Qatar einem zweiten Platz in Thailand und einem dritten Platz in Holland, Punktgleich mit dem Letten Pauls Jonass an zweiter Stelle in der Meisterschaft. Sehr stark einzuschätzen gilt es den dritten Rang von Jeremy im Sand von Valkenswaard. Als Fahrer der auf Hartbodenpisten aufgewachsen ist, konnte Seewer den Nordländischen Sandspezialisten mehr als nur das Wasser reichen. Wir sind gespannt ob Jeremy seine Podiumsserie in Argentinien fortsetzen kann. Nach dem 5. Platz in der Meisterschaft im letzten Jahr ist sein erklärtes Ziel für die laufende Saison ein Podestplatz. Ob gar der Titel drin liegt werden die nächsten Rennen zeigen.

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Weiter geht es bereits am 10. April in Neuquen Argentinien. Eine Woche später steht der GP von Mexiko auf dem Programm, bevor es dann am 01. Mai in Kegums Lettland wieder auf Europäischem Boden zur Sache geht.

Der Vorverkauf der Tickets für den MXGP am 06. / 07. August in Frauenfeld läuft bereits auf Hochtouren. Alle Informationen rund um den Schweizer MXGP finden Sie unter www.mxgp-switzerland.com

 

 

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