Rennbericht Jeremy Seewer in Assen

Auf der speziell präparierten Sandpiste von Assen/NL, war am Wochenende einiges los. Am Samstag schon, zeichnete sich ab, dass der Track sehr stark leiden würde. Der Sand war extrem tief und forderte von den Fahrern alles ab. Am Samstag konnte sich Seewer auf den 5 Startplatz qualifizieren und war damit zufrieden.

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Am Sonntag sah alles anders aus. Der Regen in der Nacht und am Morgen, setzte der Piste richtig zu und machte aus dem anspruchsvollen Sandtrack, eine extrem Anspruchsvolle, nasse Sandpiste. Die Piste war ziemlich durchnässt, keinen Vergleich zu den Bedingungen vom Samstag. Der erste Lauf der MX2 Klasse war teilweise wie ein Enduro Rennen. Die Piloten kämpften um überhaupt auf dem Bike zu bleiben. Die attraktiven Wave-Sections auf der Piste, bereiteten allen Fahrern sehr viel Mühe und forderte immer wieder Stürze. Die Spitze im ersten Lauf, änderte sich fast von Runde zu Runde, kaum ein Fahrer, der ohne Sturz diesen Lauf hinter sich bringen konnte. So ging es auch Jeremy Seewer. Eigentlich startete er ganz ok und hätte von Anfang an mit der Spitze mitgehen können, doch einen kleinen Fehler, warf ihn um ein paar Positionen zurück. Danach kam was kommen musste. Die Piste erlaubte keine grossen Risiken und jeder der etwas Risiko eingehen musste, bezahlte es mit einem Sturz. So auch Seewer am Anfang des Rennens, mit viel Mühe konnte er als ca. 19. wieder das Rennen aufnehmen. Der Drang nach vorne schien fast unmöglich. Weitere kleine Fehler setzten Seewer richtig zu, am Schluss reichte es für den 15. Rang.

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Im zweiten Lauf, hatte die Piste etwas abgetrocknet, doch die Piste war in der Zwischenzeit sehr stark „zerschlagen“! Versteckte Löcher, tiefe Rillen und keine Linie die man zweimal nacheinander fahren konnte. Seewer kam mit dem Track nicht ganz zurecht, versuchte aber das Maximum rauszuholen und endete den zweiten Lauf auf Platz 13.

Jeremy Seewer:

Ich hatte gute Starts und auch ein gutes Gefühl. Der Ärger fing an, als ich in der Ziel Kurve einen Fehler machte und hängen blieb. Ich wurde zurückgeworfen, stürzte dann wieder und dann holte das eine, das andere ein und ich kriegte nichts mehr richtig auf die Reihe. Ich wusste das es ein hartes Weekend sein würde, ich hatte in der Vergangenheit bewiesen, dass ich auch im Sand stark fahren kann. Aber was wir in Assen hatten, gibt es vermutlich nirgendswo auf der ganzen Welt. Die Strecke war sehr eigenartig. Ja, am Ende des Tages war es wie ein schlechter Tag im Büro. Ich bin aber trotzdem zufrieden, dass ich gesund bleiben konnte, denn ich hatte im zweiten Lauf einen ziemlich heftigen Abflug und hätte mich dabei ziemlich stark verletzen können. Wir schauen aber noch vorne, da sind noch zwei Rennen in USA. Da werden wir wieder wie gewohnt angreifen und vorne mit dabei sein. Ich bin glücklich, dass ich schon vorzeitig Vizeweltmeister bin, so kann ich die letzten beiden Rennen ohne Druck fahren.

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