Valentin Guillod Interview auf Deutsch

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In der kommenden Saison wird sich für Valentin Guillod vielen verändern. Neben einem neuen Team und Traingsprogramm wird er noch weitere wichtige Punkte verändern. Im Interview mit Insidemx.ch erzählt uns der Fribourger mehr.

Heute startet das Supercross in Genf, wie fühlst du dich?
Die letzte Zeit konnte ich ein bisschen wenig trainieren, da ich mich vor einiger Zeit in Kaliforniern verletzt habe. Ich hatte einen kleinen Riss im Ellbogen, der sich aber gut erhohlt hat. Daneben hatte ich noch eine Operation um die Weisheitszähne zu ziehen. Es war keine angenehme Zeit für mich. Ich werde nicht 100% fit das dieses Wochenende, werde aber mein Bestes geben. Ich glaube nicht, dass ich ein ausgezeichnetes Resultat bringen kann, da alle anderen Piloten einen erheblichen Traingsvorsprung haben. Ich profitiere allerdings durch den Heimvorteil und das Schweizer Publikum, in Genf zu fahren ist immer ein aussergewöhliches Erlebnis. Seit vier Jahren starte ich in Genf, es war schon immer ein Traum von mir hier fahren zu dürfen.

Wie kam es zu der Ellbogenverletzung?
Während meinem zweiten SX Training auf der Honda hatte ich einen kleinen Sturz auf die Seite. Ich hatte Schmerzen am Ellbogen, der nicht wegging. Bei der ersten Untersuchung fanden die Ärzte nicht, der Schmerz blieb aber. Nach einem MRT fand man dann den Riss. Es ist nichts schlimmes, hielt mich allerdings die letzten Wochen vom Training auf dem Bike ab.

Dein Aufenthalt in den USA war kurz, konntest du dennoch profitieren?
Ja, ich hatte grossen Spass! Ich habe mit Ryan Hughes trainiert, beispielsweise hatten wir am dritten Tag ein zweistündiges Fahrradrennen. Nach dem SX Genf werde ich für das Motocross Training wieder in die USA fliegen.

Nach den ersten Stunden auf der Honda, was denkst du über das Bike?
Ich konnte die 2017er noch nicht testen, also fuhr ich erst die 2016er. Wenn es möglich ist werde ich dieses Wochenende das neue Bike fahren. Mit dem Chassis und dem Setup des Bikes war ich aber sehr zufrieden. Ich fühlte mich von Anfang an wohl auf dem Bike, im Gegensatz zu Bikes die ich früher gefahren bin. Aber natürlich muss ich mich noch ein bisschen an das neue Bike gewöhnen. Alles in allem bin ich aber sehr zufrieden.

Auch wenn du die 2017er noch nicht gefahren bist, bist du für die kommende Saison zuversichtlich?
Ja klar, ich habe Bobryshev während den letzten GPs viel angeschaut und analysiert und ich weiss dass sie (Anm. d. R.: Honda HRC) nicht viel am Bike geändert haben. Es funktioniert wirklich gut, also bin ich zuversichtlich. Honda viel geändert an der 2017er und die Basis ist bereits ein sehr gutes Motorrad.

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Die kommende Saison wird mit 19 GPs lange werden, bist du bereit?
Ich finde es gut, dass die Organisatoren vorwärts machen und etwas verändern. Das erste, was ich auf dem Kalender gesehen habe ist, dass das MXGP in der Schweiz wieder stattfindet, was mich sehr freut. Es wird eine lange Saison werden und man muss bereit sein um die ganze Saison durchzuhalten. Es gibt einige Veränderungen, wie zum Beispiel entfällt das Präparieren des Startplatzes. Ich mag das Konzept, da ich meine Spur nie ganz präparieren konnte! (lacht) Mit der neuen Regelung (Startplatz auf Eisengitter) haben alle Fahrer die gleichen Bedingungen.

Was Verändert sich für dich alles in der kommenden Saison?
Die grösste Veränderung für mich ist, dass ich nicht mehr mit Yves Demaria zusammenarbeiten werde. Nach vier Jahren haben wir beschlossen die Zusammenarbeit zu beenden. Ich werde auf eine neue Art Arbeiten. Auch werde ich den Süden von Frankreich verlassen und in die Schweiz zurückkehren. Ich freue mich sehr auf die Veränderungen! Auch habe ich das Team gewechselt zu Asoomotor Honda. Anfangs Januar werden wir in Sardinien die ersten Tests beginnen. Der Team Manager ist cool und die Struktur ist wirklich gut. Ich bin im zweiten Team von HRC, falls sich ein Pilot des ersten Teams verletzt, kann ich sein Material und Mechaniker übernehmen.

Und mit deinen Sponsoren, was hat sich verändert?
Letztes Jahr fuhr ich mit Alpinestars Stiefeln für die nationale und inter Saison. Das ist wirklich top. Das Team hat mit Sidi für die Stiefel und Circuit fürs Equipement. Ich werde vermutlich weiterhin mit Bell Helmen fahren und konnte die Verträge mit 100% für die Brillen und Five für Handschuhe bereits verlängern. Ich werde auch weiterhin von Tissot unterstützt, insgesamt nun seit 2014.

Les USA, ça te fais toujours rêver ?
Oui bien-sûr, quand tu regardes les courses à la TV c’est vraiment grandiose. Le championnat de SX ça fait rêver et l’outdoor ça a l’air pas mal non plus. Si un jour j’ai une bonne opportunité d’y aller, j’y réfléchirai mais je pense que j’accepterai vite le deal. Pour l’instant je suis bien ici, j’ai de bons contrats donc à voir si l’occasion se présente.

Die USA, ist es noch immer ein Traum von dir?
Ja klar, wenn man die Rennen im Fernsehen schaut ist es wirklich grandios. Die SX Meisterschaft bringt mich zum träumen und die Outdoors sind auch nicht schlecht. Wenn es eines Tages die Möglichkeit dazu gibt, würde ich vermutlich nicht lange zögern und dem Deal zusagen. Für den Moment bin ich hier zufrieden, ich habe gute Kontakte, wir werden also sehen was sich ergibt.

Interview von Jey Crunch
Photos: Steve Giberson / Vital MX

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