Rennbericht Supercross Dortmund- Tag 2

Am zweiten Tag der 34. Int. ADAC Supercross Veranstaltung in der Dortmunder Westfalenhalle begann der Startschuss zum Opening bereits um 19 Uhr. Als gegen 19:15 Uhr das erste Startgatter zum SX1 Qualifikationslauf fürs Halbfinale fiel, konnte Publikumsliebling Haase dem Publikum ordentlich einheizen. Mit einem super Start schien es, als könne er sich direkt fürs Halbfinale qualifizieren, stürzte jedoch in der letzten Runde aufgrund eines Blockpasses des Amerikaner Vongsana. Boris Maillard und Nicholas Schmidt pushten sich gegenseitig bis zur Ziellinie. Komplettiert wurden die Top 6, welche sich direkt fürs Halbfinale qualifizierten von Valentin Teillet, Steve Mages, Sulivan Jaulin und Khoin-Sith Vongsana. Im zweiten Qualifikationslauf gelang Dennis Ullrich die Sensation, indem er mit seiner Sarholz 250 2-Takt KTM bereits in Runde 2 die Führung übernahm und nicht wieder her gab. Dementsprechend lauter Applaus gab es für ihn, als er erleichtert die Ziellinie passierte.
Diese gute Stimmung nutzte der Deutsche Dominique Thury für sich und konnte sich an der Spitze des dritten Qualifikationslaufes wiederfinden. Simon Mallet, Thury und Steven Clarke lieferten sich harte Dreikämpfe, indem sie zeitweise zu dritt über den Zielsprung fuhren. Die Reihenfolge des dritten Qualifikationsrennen war schlussendlich aber Mallet, Thury, Clarke, Wentland, Coates und Rombout. „Wie immer hektisches Racing“, so beschrieb der Stadionsprecher das erste Rennen der SX2 Klasse. Für die deutschen Fans schien der Abend vielversprechend zu laufen, da der Monster Energy Kawasaki Elf Team Pfeil Pilot Stephan Büttner einen guten Start ablieferte und sich über die Renndistanz hinweg einen soliden Vorsprung von 2,2 Sekunden herausfahren konnte. Clément Briatte, welcher gestern Abend einen Podiumsplatz ergatterte, konnte das Rennen aufgrund eines Sturzes nicht beenden. Die Franzosen Nicolas Barcelon und Adrien Malaval komplettierten die Top 3. Für unsere Jungs aus der Schweiz, Alessandro Contessi und Nico Seiler, reichte es in der Qualifikation erneut nicht. Da Dortmund aus drei Renntagen besteht, kann die morgige Qualifikation aber noch als Sprung in die Nightshows genutzt werden. Im anschließenden SX1 Hoffnungslauf fürs Halbfinale musste nach einem heftigen Startcrash mit vier Fahrern das Rennen abgebrochen werden. Für den führenden Kai Haase zwar ärgerlich, dennoch konnte er sich nach dem Restart auf Posion 4 wiederfinden und konstant bis ins Ziel durchfahren. Kaven Benoit führe über die gesammte Renndistanz äußerst dominant, Carlos Macanas hingegen stürzte nach einer Angriffsattacke gegen Haase und verspielte seine Chance für die Qualifikation. Die letzten Fahrer, die sich fürs Halbfinale qualifizierten waren also Kaven Benoit, Kevin Ballanger, Geran Stapleton und Publikumsliebling Haase.
Das SX1 Halbfinale 1 begann aus deutscher Sicht enttäuschend, da die Zweitakter von Dennis Ullrich nicht starten wollte und somit das Startgatter ohne ihn fiel. Vongsana stürzte kurz nach dem Start, was eine erneute Unterbrechung des Renngeschehens mit sich zog. Ohne Ullrich erfolgte der Restart zu einem der ereignisreichsten Rennen des Abends. Neugebauer, Schmidt und Politelli lieferten sich spannende Dreikämpfe um die Top 5 Positionen, die den direkten Einzug fürs Finale bedeuten. Im Ziel hieß das Ergebnis dann Boris Maillard gedolgt von Valentin Teillet, Sulivan Jaulin, Filip Neugebauer ind Nicholas Schmidt. Für bessere Stimmung sorgen konnte Dominique Thury im zweiten SX1 Halbfinale mit seinem Holeshot. Doch nur kurz darauf stürzte sein Landeskollege Haase was zum erneuten Rennabbruch führte. Nach dem Restart konnte Charles Lefrancois die Führung an sich reißen, verlor sie aber kurze Zeit später durch einen Crash. Kyle Cunningham und Steven Clarke nutzten die Chance und zeigten heiße Zweikämpfe, die richtig spannend waren. Cunningham ging dabei als Führender hervor, gefolgt von Clarke, Mallet, Coates und Thury. Im letzten SX2 Rennen des Abends hieß es für Stephan Büttner, wichtige Punkte für die Meisterschaft zu sammeln. Nach einem verpatzten Start musste dieser das Feld von hinten aufrollen, was ihm mit einem 8. Ramg nicht wirklich gut gelang. Besser lief es für die zwei Franzosen Nicolas Barcelo und Lucas Imbert, sowie dem Niederländer Luca Nijemhuis, welcher die Top 3 komplettierte.
Die Gesamtwertung für den Prinz von Stuttgart sieht folgendermaßen aus: Barcelo vor Büttner und Malaval.
Die letzte Chance für all diejenigen, die sich noch nicht für das Finale qualifizieren konnten, bestand im Hoffnungslauf. Erneut wurde das Rennen nach einem Sturz unterbrochen, was Ullrich nach einem schlechten Start zu Gute kam. Im anschließenden Neustart musste er sich mit Bestzeiten von Platz 9 auf 5 vorkämpfen, was allerdings nicht für den Finaleinzug reichte. Vongsana passierte in der letzten Runde den überraschten Austin Politelli und sicherte sich knapp den 2. Platz. Charles Lefrancois hieß der Sieger des Hoffnungslaufes. Die erstmals ausgetragene Superpole dominierte Valentin Teillet vor Nicholas Schmidt mit einer starken Rundenzeit von 26.058 Sekunden. Wie in der kurz zuvor ausgetragenen Superpole ging es in dieser Reihenfolge zum letzten Mal ans Startgatter. Valentin Teillet konnte sich danke einem Holeshot einige Runden an der Spitze halten, bis er sich nach einem kleinen Sturz auf Position 3 einreihen musste. Cunningham, welcher am gestrigen Abend noch vom Pech verfolgt war, lieferte sich erfolgreiche Bar-to-Bar fights mit seinem Landeskollegen Nicholas Schmidt. Bis zur Zieleinfahrt konnte er die Spitzenposition halten, was für ihn den Gesamtsieg des zweiten Rennabends bedeutete.Dominique Thury hatte von beginn an Schwierigkeiten, dem schnellen Renntempo zu folgen und reihte sich schlussendlich nur auf Position 10 ein. Die Podiumsplatzierungen gingen an Kyle Cunningham, Nicholas Schmidt und Valentin Teillet.
Photocredit: Jan Brucke

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