Keeno is back!

 

Viele werden den Namen Ken de Dycker in den letzten Monaten in sämtlichen Ergebnislisten gesucht, aber nicht gefunden haben. Jetzt ist ‘’Keeno‘’ wieder auf internationalem Parkett zu finden. Die letzten drei Wochenenden bestritt er die Internationale Italienische Meisterschaft und konnte am heutigen Sonntag einen sehr guten 6. und 12. Rang herausfahren. Der heutige 32-jährige belgische Pilot war früher für viele Nachwuchsfahrer ein großes Vorbild, doch seit einiger Zeit wird er vom Pech verfolgt. Wir haben mit ihm gesprochen und er klingt alles andere, als hätte er sich und seine Karriere aufgegeben. Gleich zu Beginn der Saison 2016 musste er sich einigen Operationen unterziehen, da er sich bei einem Trainingssturz eine Oberschenkelfraktur zugezogen hatte. Von der aller ersten Sekunde jedoch war ihm klar, so schnell wie möglich zurück auf dem Bike zu sitzen. In Assen, beim letzten europäischen GP der Saison 2016 wollte er noch einmal ans Startgatter rollen, um zu sehen, wie sein physischen Stand zum dortigen Zeitpunkt war. Sein Bike erlitt jedoch einen Motorschaden, er stürzte erneut schwer und er verletzte sich am Knie. Vor allem Motocross Fahrer, die sich ebenfalls oft verletzen, kennen diese Situation nur zu gut.

Doch was tun, wenn man ständig verletzungsbedingt kürzer tritt und sich seine Gesundheit und Fitness erneut aufbauen muss? De Dycker wusste genau, dass trotz der wiederholten Verletzung kein Karriereende in Sicht ist. Zwar plant er, in den nächsten par Jahren aus dem GP Zirkus auszusteigen, jedoch möchte er zuerst noch zeigen, was wirklich in ’’Keeno’’ steckt. Er selbst bezeichnet sich als mental stark, was ihm beim Training abseits der Strecke viel hilft. In den Social Media Kanälen wurde bereits verkündet, dass er für das italienische J-Tech Team an den Start gehen wird, welches ab sofort mit der Marke Suzuki auftritt. Er jedoch verriet uns, dass er selbst das Startgeld für die GP’s übernimmt und von seinem eigenen Geld 4 Suzukis gekauft hat. Dementsprechend hoch ist seine Motivation, um das bestmögliche mit seinem eigenen investierten Geld zu erreichen.

Auf der Suzuki fühlt er sich sehr wohl, da es ihn an die Zeit von 2008 erinnert und ihn der Rahmen und das Fahrwerk besser anspricht als die KTM, die er in der 2014 Saison gefahren ist. In der Starterliste wird er aber zur Enttäuschung aller Fans nur in den europäischen Läufen in der Starterliste zu finden sein. Um für diese jedoch optimal vorbereitet zu sein, trainiert er seit Dezember regelmäßig in Italien. Zu Beginn war sein Knie laut Arzt nur 80% belastbar, was ihn in den Kurven sehr einschränkte. Woche zu Woche spürt er allerdings Verbesserungen und er ist sich sicher, dass der alte Keeno bald zurück ist. Er ist immer noch auf der Suche nach Sponsoren, die ihm Zuschüsse für Bikes und Reisekosten geben- wer also Ken de Dycker 2017 auf den vorderen Rängen sehen will, sollte sich definitiv bei ihm melden.

http://www.keenomx.com

Photocredit: Davide Messora

Kommentar hinzufügen

Du musst eingelogged sein um einen Kommentar zu verfassen.